Das alljährliche Highlight im Winter - unsere Winterwanderung

Treffpunkt war die Bushaltestelle "Kirche", und als wir uns alle eingefunden und unsere jeweiligen Winteroutfits, Mützen mit und ohne Bommel und verschiedene Stiefelmodelle bewundert und deren Vor- und Nachteile augiebig diskutiert hatten, gings los - diesmal nicht mit dem Bus, sondern wir setzten uns zu Fuß in Bewegung, zunächst Richtung Sandäckerhalle, von dort weiter in den Wald.
Der Wettergott hatte ein Einsehen mit uns und bescherte uns trockenes, nicht zu kaltes, sprich: ideales Wanderwetter.
Ein erstes Ziel war der Sulzbach-Stausee, von dem wir leider nur einen schlammigen Seegrund ohne Wasser zu sehen bekamen. Bei einer kurzen Pause auf der Staumauer kam die Frage auf, was es eigentlich mit diesem See auf sich hat. Kurze Erklärung: Er dient als Hochwasserrückhaltebecken dem Hochwasserschutz von Waldenbuch. Mehrere Schilder warnten vor dessen Betreten: da sich über die Jahre hinweg auf dem Grund des Sees eine mächtige Schlammschicht gebildet hat, besteht beim Betreten des abgelassenen Sees Lebensgefahr: man könnte in dem Schlick regelrecht versinken, beinahe wie in einem Moor. Aktuell musste der See für die regelmäßige Inspektion der Staumauer abgelassen werden.

Danach führte uns der Weg an der Oberen Rauhmühle vorbei und gewährte uns im weiteren Verlauf immer wieder Ausblicke auf Waldenbuch und Schönaich oder so überraschende Anblicke wie blaue Fahrräder, die vom Baum hängen und Teil des Kunstpfades Sculptoura sind, einem 40 km langen Weg zwischen Waldenbuch und Weil der Stadt mit beeindruckenden Kunstwerken, die in die Natur eingebunden sind.
Nach einem kurzen Anstieg war es höchste Zeit für eine Stärkung: auf einem schönen Plätzchen im Wald gabs die hochverdiente Obstpause, dazu leckere, selbst gebackene Kekse!!
Beim Verlassen des Waldes tat sich ein großartiger Blick auf das im Tal gelegene Weil im Schönbuch auf. Nun war klar: das Ziel unserer Wanderung kann nicht mehr weit sein... und nach kurzer Zeit schon standen wir zu unserer großen Freude mit hungrigen Mägen, großem Durst und voller Erwartungsfreude vor der Besenwirtschaft "Äpflbutza" in Neuweiler. Dort waren wir die ersten Gäste des Abends und wurden sehr freundlich empfangen. Wir verteilten uns an den langen Holztischen, gaben unsere Bestellung auf und dann kam richtig Stimmung auf, als Bernd Feger sein Akkordeon auspackte und der Raum sich mit Musik und Gesang füllte! Zu leckerem Essen und Trinken bekamen wir stimmungsvolle Begleitmusik, und als sich der Besen nach und nach füllte, waren alle Gäste begeistert mit dabei und unterstützten unseren Gesang nach Kräften! Sogar der Wirt unterbrach seine Arbeit und setzte sich zu uns, um aus voller Kehle und sehr textsicher mitzusingen.
Nach entspannten Stunden, dem Genuss des einen oder anderen Mostes oder Vierteles, satt und zufrieden durften wir um halb 9 in den Bus des Busunternehmens Briem einsteigen (wir wurden fast direkt vor der Haustür des Besens abgeholt - wie bequem!) und wurden sicher nach Steinenbronn zurück gefahren. Ein schöner Abschluss einer schönen Wanderung!

Wer mehr vom Liederkranz und seinen Wanderungen,Ausflügen und Konzerten erfahren möchte, ist herzlich eingeladen immer mittwochs ab 18.45 Uhr im Bürgerhaus mit uns zu singen. Nochmals herzlichen DANK an Gerhard Fritz, unseren Wanderführer, Bernd Feger (Akkordeon + Sänger) und das Busunternehmen Briem.

(C.S.+O.S.)

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